Beratungsangebot wird erweitert um das Thema „Arbeiten“

„Wir haben mit der Beratungsstelle einen Volltreffer gelandet“ freut sich Wolfgang Ursel. Fast 40 Ratsuchende - darunter Menschen mit Behinderung, Angehörige und Betreuer - haben seit der Eröffnung im April letzten Jahres in den neuen Räumen in der Bortenmachergasse konkret Rat und Hilfe rund um das Thema Wohnen gesucht. Mit dem neuen kostenlosen Beratungsangebot, das von Aktion Mensch gefördert wird, gingen wir ganz bewusst einen weiteren Schritt hin zur Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Ursel bietet zusammen mit seinem Kollegen Simon Britz (beide Sozialpädagogen) in freundlichen und hellen Räumen passgenaue Beratung, bei der die Wünsche, Interessen und Kompetenzen der Ratsuchenden immer im Vordergrund stehen.

Neben dem Beratungsangebot leistet die Beratungsstelle auch einen aktiven Beitrag zur Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung in der Stadt. „Wir möchten, dass alle Menschen am sozialen Leben der Stadt Weißenburg teilhaben können“ betont Geschäftsführer Martin Britz. „Schließlich hilft eine inklusive Gesellschaft jedem Menschen, egal ob er bereits Hilfe braucht oder noch nicht.“ Dass dieses Thema nicht nur bei der Theorie belassen wird, zeigt beispielsweise das erfolgreiche Theaterprojekt „Der kleine Prinz“ in Zusammenarbeit mit der U21 der Weißenburger Bühne e.V. Ein von den beiden Mitarbeitern der Beratungsstelle der Lebenshilfe initiiertes und begleitetes Projekt.
Weil immer mehr Menschen bei der Suche nach geeigneten Wohnformen für Menschen mit Behinderung auch nach passender Arbeit gefragt haben, wird das Angebot nun erweitert um das Thema „Arbeiten“. Sandra Löffler und Wolfgang Philipp-Krauß ergänzen künftig das Beratungsteam. Die beiden zertifizierten Integrationsberater (BAG UB) sind durch ihre jahrelange Arbeit in der Eingliederungshilfe bestens vertraut mit den beruflichen Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung.

„Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unserer Bemühungen und passen die Arbeit an den Menschen an“ so Philipp-Krauß, der als Job-coach der Lebenshilfe viel in Betrieben unterwegs ist. Wenn die Arbeit passt, kann Inklusion gelebt werden. „Mit den Betrieben in Weißenburg haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Ob als Praktikumsstelle oder festen Außenarbeitsplatz - mit einer guten Unterstützung und Begleitung können behinderte Menschen gut in Betrieben mitarbeiten“ betont Löffler, die auch im Sozialdienst in den Weißenburger Werkstätten tätig ist.

Mit dem erweiterten Beratungsangebot wird zum einen eine Beratungslücke im Landkreis geschlossen, zum anderen kann für die drei wichtigsten Lebensbereiche „Wohnen, Leben, Arbeiten“ Beratung aus einer Hand angeboten werden. Gute Netzwerke, kurze Vermittlungswege, gebündeltes Wissen und dabei den Fokus immer auf den Menschen gerichtet.

 

 

Lebenshilfe Aktuelles Fachberatungsstelle kl

Bild: (von links) Simon Britz, Wolfgang Phillipp-Krauß, Sandra Löffler, Wolfgang Ursel